Wurzelspitzenresektion in Oberhausen – den natürlichen Zahn erhalten

Wurzelspitzen­resektion

Eine Wurzelspitzenresektion kann dazu beitragen, einen entzündeten Zahn zu erhalten, wenn eine vorausgegangene Wurzelkanalbehandlung nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat. Dabei werden die erkrankte Wurzelspitze und das umliegende Entzündungsgewebe chirurgisch entfernt. Ziel ist es, die Entzündung zu beseitigen und eine Zahnentfernung möglichst zu vermeiden.

Als Fachzahnarzt für Oralchirurgie verfügt Dr. med. dent. Julian Lohmann über besondere Erfahrung bei der Planung und Durchführung dieses Eingriffs. Eine sorgfältige Diagnostik, ein kontrolliertes chirurgisches Vorgehen und die individuelle Beurteilung der Zahnerhaltungswürdigkeit bilden die Grundlage der Behandlung.

Wann ist eine Wurzelspitzenresektion notwendig?

Eine Wurzelspitzenresektion kommt insbesondere infrage, wenn nach einer Wurzelkanalbehandlung weiterhin eine Entzündung im Bereich der Wurzelspitze besteht oder erneut Beschwerden auftreten. Auch anatomisch schwer erreichbare Wurzelkanäle oder Hindernisse im Zahn können dazu führen, dass eine erneute konventionelle Wurzelkanalbehandlung nicht möglich oder wenig erfolgversprechend ist.

Ob eine Wurzelspitzenresektion, eine erneute Wurzelkanalbehandlung oder eine andere Therapie sinnvoll ist, muss für jeden Zahn individuell entschieden werden. Dr. Lohmann beurteilt dafür den klinischen und röntgenologischen Befund sowie die langfristigen Aussichten für den Erhalt des Zahns. Bei komplexen anatomischen Verhältnissen kann eine dreidimensionale DVT-Aufnahme zusätzliche Informationen für die sichere Planung liefern.

Wurzelbehandlung erkrankte Zahnwurzel

Warum wird mein Zahn krank?

In den meisten Fällen sind Kariesbakterien Ursache für eine Entzündung des Zahns. Tiefe Karies oder auch ein bis in das Zahnbein (Dentin) reichender Bruch ermöglichen Bakterien, bis in das Zahninnere vorzudringen. Dort befindet sich die Pulpa, welche umgangssprachlich auch als „Nerv“ bezeichnet wird. Die Pulpa besteht aus lebendem Gewebe mit Nerven und Blutgefäßen, welches sehr empfindlich und durch eine geringe körpereigene Abwehrleistung gekennzeichnet ist. Eine Erkrankung dieses Gewebes wird als Pulpitis bezeichnet und kann durch ausbleibende Behandlung zum Absterben der Pulpa führen – ein wurzeltoter Zahn entsteht. Eitrige Entzündungen sind die Folge, welche den Kieferknochen in diesem Bereich zerstören.

Früher gab es meist keine Rettung für solche Zähne, da das Kanalsystem eines Zahns oftmals sehr grazil und mit vielen Krümmungen versehen ist. Heute gibt es jedoch die Möglichkeit, das Entfernen des Zahns durch eine endodontische Behandlung zu verhindern.

Wie kann mein Zahnarzt mir helfen, den Zahn zu erhalten?

Je nach Schweregrad und Stadium der Wurzelerkrankung hat der Zahnarzt verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung.

Wie wird die Wurzel­spitzen­resektion durchgeführt?

Der Eingriff wird in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Über einen kleinen Zugang im Zahnfleisch wird die betroffene Wurzelspitze freigelegt. Anschließend entfernt Dr. Lohmann einen kleinen Teil der Wurzelspitze sowie das entzündete Gewebe im umliegenden Knochen. Bei Bedarf wird der Wurzelkanal zusätzlich von der Wurzelspitze aus gereinigt und verschlossen. Danach wird die Wunde sorgfältig vernäht.

Die oralchirurgische Expertise von Dr. Lohmann ist besonders bei schwer zugänglichen Wurzelspitzen und bei einer engen Lage zu Nerven, Nachbarzähnen oder der Kieferhöhle von Bedeutung. Präzise Diagnostik, moderne Technik und langjährige operative Erfahrung ermöglichen eine sorgfältig geplante und möglichst schonende Behandlung.

Wurzel­behandlung eines abgestorbenen Zahns

Schreitet die Erkrankung soweit voran, dass die Pulpa abstirbt, entsteht ein wurzeltoter Zahn. Darüber hinaus können sich in solchen Fällen übel riechende Fäulnisbakterien einnisten, was als eine Gangrän bezeichnet wird. Auch bei diesem Krankheitsbild kann der Zahn nur durch endodontische Maßnahmen erhalten bleiben.

Chirurgische Wurzel­behandlung

Trotz aller Sorgfalt kann es in komplexen Fällen dazu kommen, dass die beschriebenen Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen. Dann muss ein chirurgischer Eingriff durchgeführt werden, um den natürlichen Zahn zu erhalten. Dabei wird durch die sogenannte Wurzelspitzenresektion die infizierte Wurzelspitze unter örtlicher Betäubung entfernt.

Wie hoch sind die Erfolgs­aussichten und was gilt es zu beachten?

Von der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung wird die Erfolgschance einer unkomplizierten Erstbehandlung mit bis zu 95 % angegeben. Diese hohen Erfolgszahlen sind jedoch nur durch eine kontinuierliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihrem Zahnarzt möglich. Selbstverständlich werden Sie im Vorfeld über alle Chancen und Risiken einer Behandlung gewissenhaft informiert.